Montag, Oktober 17, 2011, 22:48 - BÜCHER
... von F. K. Waechter ... 
Besonders schwer verdaulich hingegen ist der die Bilder begleitende Text von Ulrich Schneider, einem offenbar mehr oder weniger zufällig zum Skizzenbuch gekommenen Venedig-Enthusiasten, über den Cornelia Volhard-Waechter im Nachwort schreibt, dass dieser von den Skizzen "... sofort begeistert war und nun diesen wunderbaren, poetischen, kenntnisreichen und liebevollen Text schrieb." -
Mit Verlaub: Selten so viel Aufgesetztes, Nichtssagendes, ja: Dämliches zwischen zwei wie gewohnt sehr solide und verführerisch aussehenden Diogenes-Buchdeckeln gelesen - da will einer im Schatten eines grossen Zeichners und einer grossartigen Stadt schreiberisch brillieren, sein Wissen, seine Italienisch-Kenntnisse unter Beweis stellen - er gibt sich auch redlich Mühe, ganz bestimmt, man merkt es mit jedem Satz: da wurde gefeilt, geschliffen, jedes Wort zehnmal gewendet - doch statt sprachlichen Höhepunkten zuzustreben, ergeht sich Herr Schneider in Banalitäten und badet in Selbstgefälligkeit, bis hin zur Penetranz.
Gestelzt-gesülztes, pseudo-intellektuelles Schulbuch- und Reiseführerwissen.
Der Versuch, Bildern, zu denen der persönliche Bezug völlig fehlt, sprachlich den eigenen Venedig-Enthusiasmus aufzuzwingen, ist an sich schon ziemlich anmassend und gewagt - um nicht zu sagen: in gewisser Weise respektlos. Und misslingt denn auch gleich von Anfang an.
Mühsam. Mühsam. Und einfach nur ärgerlich.
Na, na, a.more.s - schlechte Laune?! Ist dir irgend etwas übers empfindliche Leberchen gekrochen? Es wird sicher Leute geben, denen das gefällt. Die Geschmäcker sind eben verschieden - so what! Leg doch Musik auf und komm' wieder 'runter!